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78. Ausgabe - Juli 2026
Fast jeder Mensch möchte glücklich sein
Warum wir oft weit suchen, obwohl das Glück häufig ganz nah ist

Wann waren Sie das letzte Mal wirklich glücklich? Viele von uns müssen darüber erst nachdenken. Dabei begegnet uns das Glück oft mitten im Alltag. Es ist meist leiser als unsere Wünsche und fällt deshalb nicht immer sofort auf.
Wir wünschen uns Gesundheit, Zeit mit der Familie, finanzielle Sicherheit, ein eigenes Zuhause oder eine schöne Reise. Wünsche gehören zum Leben. Sie geben uns Ziele, treiben uns an und lassen uns Neues schaffen. Ohne Wünsche gäbe es vermutlich weder neue Erfindungen noch persönliche Entwicklungen.
Nicht jeder Wunsch entsteht aus demselben Grund.
Ein neues Auto kann für den einen ein Zeichen von Erfolg sein. Für den anderen bedeutet es einfach die Möglichkeit, zuverlässig zur Arbeit zu kommen. Ein eigenes Haus kann Wohlstand ausdrücken oder einfach den Wunsch nach einem sicheren Zuhause für die Familie erfüllen. Obwohl der gewünschte Gegenstand derselbe ist, steckt dahinter oft eine ganz andere Sehnsucht.
Vielleicht lohnt es sich deshalb, weniger auf den Wunsch selbst zu schauen als auf die Frage dahinter.
Was wünsche ich mir eigentlich wirklich?
Geht es um unsere Existenz, um Sicherheit, Anerkennung oder Selbstverwirklichung? Oder einfach um den Wunsch, glücklich zu sein? Oft erleben wir, dass ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung geht. Die Freude darüber ist groß. Doch schon nach einiger Zeit wird das Neue selbstverständlich. Der Blick richtet sich auf das nächste Ziel.
Vielleicht kennen Sie das selbst. Wochenlang freuen Sie sich auf den Urlaub. Endlich ist er da. Die ersten Tage sind etwas Besonderes. Doch schon kurz nach der Rückkehr bestimmt wieder der Alltag das Denken. Mit vielen Wünschen ist es ähnlich. Wir gewöhnen uns erstaunlich schnell an das Gute. Was gestern noch ein Traum war, gehört heute ganz selbstverständlich zum Leben.
Wünsche bringen uns voran. Sie motivieren uns, Neues zu lernen, Herausforderungen anzunehmen und Ziele zu erreichen. Problematisch wird es erst, wenn wir glauben, unser Glück beginne erst mit der Erfüllung unseres Wunsches. Dann verschiebt sich das Glück ständig in die Zukunft und wir übersehen leicht das, was unser Leben bereits heute bereichert.
Vielleicht suchen wir das Glück oft dort, wo es am schwersten zu finden ist.
Glück lässt sich nicht ansparen. Es entsteht oft in Augenblicken, die wir weder planen noch kaufen können. Ein gemeinsames Essen, ein herzliches Lachen, ein guter Freund, der zuhört, oder das Gefühl, gebraucht zu werden. Solche Augenblicke dauern manchmal nur wenige Sekunden, bleiben aber häufig länger in unserer Erinnerung als vieles, das Geld gekostet hat.
Nicht alles im Leben können wir beeinflussen. Krankheit, Verluste oder Schicksalsschläge gehören zum Leben. Unsere Haltung nimmt uns diese Erfahrungen nicht ab. Sie kann uns aber helfen, auch in schwierigen Zeiten den Blick für das Gute nicht zu verlieren.
Das Abenteuer Glück
Wir möchten Sie in dieser Ausgabe zu einer kleinen Reise zum Glück einladen.
Fragen Sie einen Menschen, der Ihnen wichtig ist, was ihn eigentlich glücklich macht. Erzählen Sie dabei nicht von Ihrem eigenen Glück. Hören Sie einfach nur zu. Vielleicht erfahren Sie etwas Berührendes, womit Sie nicht gerechnet haben und das Ihren Blick auf das Glück erweitert. Oder vielleicht fällt Ihnen ein Mensch ein, dem Sie schon lange einmal Danke sagen wollten. Dann machen Sie es einfach und beobachten Sie, was es mit Ihnen macht.
Ein ehrliches Danke kostet nichts. Es kann für beide Menschen ein ganz besonderer Glücksmoment werden. Wenn Sie möchten, geben wir Ihrem Dank einen Platz auf Seite 8. Denn gedruckte Worte haben Gewicht. Vielleicht beginnt unser eigenes Glück genau dort, wo wir einem anderen Menschen einen glücklichen Moment schenken. an
Oktober 25
Anker 1
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