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Ausgabe 73 - Februar 2026
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Kurznachrichten

Der Deutschen Bank droht ein neuer Finanzskandal. Rund 30 Beamte des Bundeskriminalamts durchsuchten im Auftrag der Staatsanwaltschaft die Zentrale der Bank in Frankfurt am Main sowie einen weiteren Standort in Berlin. Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilte, führt die Behörde gegen bislang unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter der Deutschen Bank ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche. Demnach soll das Geldhaus in der Vergangenheit Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften unterhalten haben, die verdächtigt werden, zum Zwecke der Geldwäsche eingesetzt worden zu sein. Die Razzia steht in Zusammenhang mit Unternehmen, die Ermittler dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch zuordnen. Dieser steht seit dem Frühjahr 2022 auf der Sanktionsliste der Europäischen Union. Ein Sprecher der Deutschen Bank bestätigte die Durchsuchungen, machte jedoch keine weiteren Angaben zu den Hintergründen der Ermittlungen.


Prof. Carolin Huhn und ihr Team forschen seit Jahren in Tübingen zum Glyphosatgehalt in Gewässern. Lange galt die Landwirtschaft als Hauptverursacher, doch bei den Analysen der Umweltanalytikerin traten Ungereimtheiten auf. Obwohl Landwirte ihre Felder meist im Frühjahr und Herbst mit Glyphosat behandeln, hätte der Glyphosatgehalt im Wasser zu diesen Zeiten deutlich höher sein müssen. Stattdessen stellte Huhn besonders hohe Werte im Sommer fest. Auch nach starken Regenfällen zeigte sich kein deutlicher Anstieg der Belastung. Daraufhin weitete sie ihre Untersuchungen aus und analysierte Wasserproben aus ganz Deutschland. Auffällig war, dass der Glyphosatgehalt vor dem Einlauf in Kläranlagen häufig geringer war als danach. Ein Teil des Glyphosats in Oberflächengewässern stammt demnach offenbar aus Kläranlagen. Ursache ist ein bestimmtes Phosphonat in Waschmitteln, das als Wasserenthärter eingesetzt wird: Diethylentriamin-penta (methylenphosphonsäure), kurz DTPMP.

Der am Chemiestandort Gendorf in Altötting ansässige PFAS Hersteller Dyneon hat seine Produktion zum Jahresende eingestellt. Über viele Jahre war das Trinkwasser in Altötting mit PFAS belastet. Dabei handelt es sich um per und polyfluorierte Alkylsubstanzen, eine Gruppe extrem langlebiger Industriechemikalien, die sich kaum abbauen und sich in Umwelt und Körper anreichern. Blutuntersuchungen bei Altöttinger Bürgern zeigten teils erhöhte Werte von PFOA, einer einzelnen PFAS Verbindung, die im Verdacht steht, gesundheitsschädlich zu sein. Das Bayerische Rote Kreuz nutzt Blutspenden aus Altötting nicht mehr für Blutkonserven, sondern für die Weiterverarbeitung in der Pharmaindustrie. Erst nachdem Dyneon als Verursacher die Kosten für eine Aktivkohlefilteranlage übernahm, konnte wieder gereinigtes Trinkwasser abgegeben werden. Wer künftig die Kosten für die Trinkwasseraufbereitung infolge der Umweltbelastung tragen muss, ist weiterhin ungeklärt.
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Persönliche Völkerverständigung
Über Wurzeln, Brücken und die Kraft der Begegnung

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Bittersüße Schokolade
Kinderarbeit und Umweltzerstörung für unsere Süßigkeiten

Süß für uns – bitter für andere: Hinter einer scheinbar harmlosen Tafel Schokolade verbergen sich oft Kinderarbeit, giftige Pestizide und zerstörte Regenwälder. Besonders in Westafrika zahlen andere den Preis für unseren Genuss.
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Ärzte in der Vertrauenskrise
Warum manche angehenden Ärzte in die Arroganz-Falle tappen
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„Und der Herr Doktor sitzt dabei.“ – Das ist leider nicht immer so. Viele Patienten fühlen sich von ihren behandelnden Ärzten psychisch schlecht betreut und arrogant auf Distanz gehalten.
Ausgabe 63 - April 2025
Candida auris - klein, aber gemein
Mehr Infektionen durch den Hefepilz Candida auris

Der Hefepilz Candida auris breitet sich zusehends aus. Mit seiner leichten Übertragbarkeit und seiner Widerstandsfähigkeit gegen viele pilzabtötende Mittel gehört er zu den gefährlichsten Krankheitserregern.
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